Kontrovers vor OrtAktuelle Online-Veranstaltungen

Gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung laden die sächsischen Volkshochschulen Sie zu Diskussion und Austausch über aktuelle Themen ein. Sagen Sie Ihre Meinung und stellen Sie Ihre Fragen an Experten und Expertinnen.

Für die Teilnahme an den Online-Veranstaltungen benötigen Sie ein internetfähiges Gerät (PC, Laptop, Tablet) mit Lautsprechern oder Kopfhörern. Nicht nötig sind Kamera und Mikrofon. Stellen Sie Ihre Fragen und Anmerkungen live im Chat des Webinarraumes.


Digitale Selbstverteidigung – Zehn Tricks und Programme, mit denen Sie sich und Ihre Daten schützen könnenWorkshop

Mi. 12.01.2022, 19:00 - 21:00 Uhr | online

Was weiß Facebook wirklich, hören Alexa oder Siri mit und verschenkt WhatsApp meine Urlaubsfotos? Die Themen digitale Überwachung und Datensicherheit sind schwer fassbar. Kaum jemand kann exakt nachvollziehen, was mit seinen beruflichen und privaten Daten geschieht, die so viel über seine Person verraten, über Bewegungsmuster, Kontakte, Vorlieben und Aktivitäten. Doch es gibt Möglichkeiten sich vor unerwünschten Datenkraken zu schützen und es muss weder kompliziert sein, noch teuer.

Stefan Mey führt Sie in diesem Workshop in die „digitale Selbstverteidigung“ ein. Er liefert einen Überblick über das Problem der Überwachung und die Antworten darauf. In Kurzporträts stellt er zehn Tricks und Programme vor, die wenig oder gar nichts kosten, leicht bedienbar sind und effektiv schützen. Teilnehmende lernen ihre E-Mails und Texte zu verschlüsseln, gut merkbare Passwörter zu erzeugen und zu verwalten. Der Referent erklärt was anonymes Surfen im Netz bedeutet und wie Sie mit Smartphone-Einstellungen Datenflüsse einschränken können. Sie erfahren, welche Smartphone-Messenger sicher sind und weniger Daten sammeln. Alle Tricks und Programme können Sie im Anschluss im Handout in Ruhe nachlesen.

Stefan Mey stammt aus Halle an der Saale und ist freier Technologie-Journalist in Berlin. In Halle und Berlin hat er Soziologie und Medienwissenschaft studiert. Er schreibt für verschiedene Medien über die Möglichkeiten und Gefahren der digitalen Welt. Unter anderem hat er ein Sachbuch zum Darknet geschrieben ("Darknet: Waffen, Drogen, Whistleblower" bei C.H.Beck) und eine Anleitung zur digitaler Selbstverteidigung verfasst.

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Ist das schon Extremismus?Diskussion

Di. 18.01.2022, 19:00–21:00 Uhr | online

Einig sind sich die meisten in der Anerkennung und Verteidigung der Demokratie. Doch an kaum einem Thema entzünden sich derart scharfe Kritiken und Kontroversen wie an dem des politischen Extremismus. Die bis zur Feindseligkeit reichende Vehemenz, mit der die Debatten mitunter geführt werden, ergibt sich aus der Relevanz des Gegenstandes, berühren die Wahrnehmung und der Umgang mit extremistischen Bestrebungen doch zentrale Aspekte des Selbstverständnisses einer Gesellschaft. Dabei stellt die Abgrenzung von Demokratie und Extremismus die wesentliche Grundlage für den politischen und gesellschaftlichen Umgang mit antidemokratischen Phänomenen dar.

Gemeinsam mit dem Extremismusforscher Prof. Dr. Tom Mannewitz wollen wir daher der Frage nachgehen: „Ist das schon Extremismus?“. Mannewitz stammt selbst aus Sachsen, hat im Freistaat zu Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus geforscht und gibt aktuelle Einblicke in die Thematik. Ausgehend von der Situation in Sachsen geht er dabei auf Ideologien, Strategien und Gruppierungen ein. Welche Erscheinungsformen haben Extremisten heutzutage? Wie versuchen Sie demokratische Grundwerte zu unterlaufen? Welche Bewegungen gibt es, die als extremistisch eingestuft werden? Ziel ist es, das Auge zu schärfen für Extremismus in seinen Erscheinungsformen und demokratische Werte zu stärken, um diesem entgegenzutreten. Die anschließende Diskussion wird moderiert durch Bernd Stracke oder Ulrike Geißler vom Institut B3, welches sich zivilgesellschaftlich mit der Thematik auseinandersetzt.

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Wie spricht man mit dem Kreml? Neue Ära der deutsch-russischen BeziehungenDiskussion

Di. 25.01.2022, 19:00–21:00 Uhr | online

Deutschlands Verhältnis zu Russland ist kompliziert. Einerseits wird auf der Bundesebene der Ton gegenüber den russischen Machthabern schärfer. Anderseits wirbt der sächsische Ministerpräsident für eine Zusammenarbeit mit Russland und spricht sich für den Kauf des Impfstoffes Sputnik V und gegen Sanktionen aus. Im moderierten Gespräch mit Russlandexpertinnen und -experten möchten wir verschiedene Alternativen der weiteren Entwicklung auf der Ost-West-Achse besprechen.

Die deutsch-russischen Beziehungen hatten im europäischen Vergleich schon immer einen besonderen Status. Bundeskanzlerin Angela Merkel setzte lange auf ein vertrauensvolles Verhältnis zu Putin, das bei internationalen Gremien wie auch bei Konflikten ein Türöffner war. Unter dem Eindruck des Umgangs russischer Behörden mit dem Oppositionellen Alexej Nawalny, der Unterstützung des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko durch Moskau und der anhaltenden Diskussion um die Gaspipeline Nordstream 2, werden nun Forderungen lauter, dem Kreml stärkere Grenzen aufzuziehen. Mit Drohungen und Sanktionen solle er zur Einhaltung internationaler Abkommen und Normen gezwungen werden. Aber sind sie tatsächlich der einzige Weg, die Beziehungen zu Russland konstruktiv zu beeinflussen? Welche Sprache sollen Deutschland und die EU mit Russland sprechen, um sich gegenseitig besser zu verstehen?

Sie sind dazu herzlich eingeladen, sich nach den kurzen Statments von unseren Gästen an der Diskussion zu beteiligen.

Gäste:

Dr. Janis Kluge, Stiftung Wissenschaft und Politik

Sarah Pagung, Deutsche Gesellschaft für Auswertige Politik

Moderation: Oliver Reinhard, Sächsische Zeitung

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Reden wir über morgen… - ist die digitale Zukunft schon da?Expertengespräch und Diskussion

Di. 01.02.2022, 19:00–21:00 Uhr | online

Durch die plötzlichen Anforderungen der Corona Pandemie erhalten wir seit März 2020 einen Crashkurs in Digitalisierung: Schule, Arbeit, Verwaltung - unser ganzes Leben - haben fast zwangsweise den Start ins digitale Zeitalter angetreten. Zuvor war die Diskussion zur Digitalisierung eine Mischung aus Wünschen der Industrie, Bedenken aus gesetzlicher Sicht und die Gefahren sozialer Medien für den politischen Diskurs. Was haben wir nun gelernt? Was war gut und sollte weitergehen? Wo sind die Grenzen des Digitalen oder wo macht Digitalisierung sogar Angst? Was fehlt auf der anderen Seite noch an Software und Infrastruktur? Und vor allem: Was können wir erwarten, wenn es erst richtig losgeht? Welche Veränderungen treten für unser soziales Gefüge, für die Bildung, für die Kultur und auch für uns ganz persönlich ein?

Darüber wollen wir gemeinsam mit dem fachkundigen Digitalexperten Jun.-Prof. Dr. Christian Papsdorf nicht nur diskutieren, sondern eigene Zukunftsentwürfe mit regionalem Bezug entwerfen. Christian Papsdorf hat an der TU Chemnitz als Juniorprofessor zum Einfluss digitaler Technologien geforscht, berät inzwischen z.B. Unternehmen bei der konkreten Umsetzung digitalen Arbeitens.

Den Dialog moderieren wird Alexander Thamm, der bereits bei ARD Alpha mit "Megatrends im Dialog“ gesellschaftliche Veränderungen durch industrielle Revolutionen beleuchtet hat. Denn wie jede technische Entwicklung ist auch Digitalisierung am Ende das, was wir daraus machen.

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Kontrovers vor Ort

Isoliert im Reich – Reichsbürgerbewegung in SachsenVortrag und Diskussion

Di. 08.02.2022, 19:00–21:00 Uhr | online

Reichsbürger lehnen die Existenz der Bundesrepublik und deren Rechtssystem ab. Seit November 2016 ist die Reichsbürgerbewegung darum Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes. Im Rahmen der Veranstaltung „Isoliert im Reich“ liefert der Dresdner Politikwissenschaftler Sebastian Trept einen Blick hinter die Kulissen einer Szene, deren Mitglieder den deutschen Staat und dessen Regeln nicht anerkennen und stattdessen eigene Staaten ausrufen. In dem von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und den sächsischen Volkshochschulen veranstalteten Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde präsentiert Sebastian Trept einen Überblick über die vorhandenen Informationen und unternimmt den Versuch, ein genaueres Bild der Reichsbürgerbewegung in Sachsen und Deutschland zu zeichnen.

Fallbeschreibungen, Mitgliederzahlen und Einsatzberichte lassen den Eindruck einer heterogenen Bewegung entstehen, die einerseits besonders intensiv den Kontakt zu Verwaltungsmitarbeitern sucht und sich andererseits bewusst einer genauen Betrachtung entzieht. Neben der reinen personellen Entwicklung der Szene konzentriert sich Sebastian Trept vor allem auf deren historische und ideologische Entwicklung. Er geht den Fragen nach, was Reichsbürger kennzeichnet und woher die Bewegung stammt. Gemeinsam mit seinem Publikum will er Instrumente und Argumentationen von Reichsbürgern entschlüsseln und Hilfestellungen entwickeln im Umgang mit Mitgliedern der Szene.

Sebastian Trept ist 1986 in Dresden geboren und hat Politik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Trier und der Technischen Universität Dresden studiert. Zwischen 2014 und 2018 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Politische Systeme und Systemvergleich, an der TU Dresden.

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